Peterchens Mondfahrt (2001)

 

Nach dem Märchen von Gerdt von Bassewitz
Weitere Informationen hierz siehe Link

Die ersten Menschen auf dem Mond, so wissen wir alle, waren die 3 Amerikaner Armstrong, Aldrin und Collins.  Aber die beiden Kinder, Peterchen und Anneliese, die wissen noch mehr.

Zusammen mit einem, wenn er sich vor lauter Angst nicht gerade tot stellt, sehr gesprächigen 5-beinigen Maikäfer  haben sie den Mond und viele andere interessante Plätze am Himmel lange vor den Amerikanern besucht und erkundet.
Und das kam so: Eines schönen Frühlingsabends landet Herr Sumsemann, der letzte aus der Maikäferfamilie der Sumsemänner, aus Versehen im Kinderzimmer von Peterchen und Anneliese, weil er ein einziges Vergissmeinnicht-Schnäpschen zu viel getrunken hat. Nachdem er festgestellt hat, dass die beiden Kinder sehr brav sind und ihm nichts Böses tun, braucht er sich nicht mehr tot zu stellen und kann nun den Kindern, die sofort bemerkt haben, dass ihm eines seiner Beinchen fehlt, die traurige Geschichte vom Verlust des 6. Beinchens seines Urururgroßvaters erzählen.  Es ist die Geschichte von dem bösen Holzdieb, der an einem Sonntag im Wald Holz geschlagen hat, wobei auch das Maikäferbein getroffen wurde, und der zur Strafe von der Mondfee auf den Mond verbannt wurde, wo er seither das Bündel mit dem gestohlenen Holz umhertragen muss. 

Nur zwei sehr brave Kinder können einem der Sumsemänner wieder zu dem 6. Beinchen verhelfen.  Aber, wie gesagt, unser Sumsemann ist der letzte seines Geschlechts. Peterchen und Anneliese sind natürlich sofort bereit zu helfen, aber wie auf den Mond kommen, der doch sooo weit weg ist.  Aber das ist für Herrn Sumsemann kein Problem, er bringt den beiden ganz schnell mal das Fliegen bei, und los geht's in das große Abenteuer.  Zuerst landen die drei auf der Sternenwiese, wo das Sandmännchen, das die Sternchen beaufsichtigen muss, von denen jedes ein Kind auf der Erde beschützt, erst mal vom Plan der drei Raumreisenden zu überzeugen ist.  Aber dann ist es Feuer und Flamme und verspricht seine und anderer guter Geister Hilfe.  Dazu müssen die drei erst mal mit auf den großen Empfang bei der Mondfee, der zufallig gerade heute stattfindet, und zu dem alle wilden und zahmen Naturgeister geladen sind.  Na, und da geht's vielleicht zu: Der Donnermann lärmt, die Blitzhexe stinkt, Frau Holle verteilt ihre (ganz frisch gewaschenen!) Bettfedern, der Regenfritz hinterläßt ?berall seine Pfützen wie ein schlecht erzogener Hund, und auch die meisten Anderen machen mehr Unfug, als man von eingeladenen Gästen eigentlich erwarten würde.  Doch als dann die Geschichte von den braven Kindern und dem Maikäferbein bekannt wird, sind alle sofort bereit, ihnen gegen den bösen Mondmann zu helfen.  Und so machen sich außer den Kindern und Herrn Sumsemann auch noch Donnermann, Blitzhexe und Wassermann auf den Weg zum Mondberg, wo der Unhold anzutreffen ist.  Und da ist er dann auch! Alle Geschenke, die ihm die Kinder anbieten, verschlingt er zunächst mal, aber das Maikäferbein gibt er nicht heraus.  Statt dessen droht er nun, auch die beiden Kinder zu verschlingen.  Herrn Sumsemann bemerkt er gar nicht, weil der sich, wie üblich, mal wieder tot stellt.  Aber jetzt kommen die Helfer einer nach dem anderen.  Mit lautem Getöse, vom Blitz entwurzelten Bäumen und heftigen Wasserfluten greifen sie den bösen Mondmann an.  Doch der kommt immer wieder auf die Beine, bis die Kinder ihre stärksten Helfer rufen: ihre beiden Sternchen. Und von deren Licht geblendet taumelt der Unhold davon.  Der Weg ist frei zum Maikäferbein, das zufällig am nächsten Baum hängt und das umgehend am immer noch regungslosen Herrn Sumsemann befestigt wird.  Wieder mal beweist sich: Spucke klebt gut!!  Und dann geht es, nach schnellem Abschied von allen Helfern besonders aber von den beiden Sternchen, auf dem kürzesten Weg zurück in's heimatliche Kinderzimmer, wo am nächsten Morgen alles wieder in Ordnung ist: alle Geschenke, die der Mondmann gefressen hat, sind wieder da, und vor allem: der Maikäfer im Zimmer hat tatsächlich 6 Beinchen!